017 | Schulhaus Breite Muttenz
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Standort:
Muttenz Bauaufgabe: Schulhauserweiterung mit Sporthalle Projekt: Offener Wettbewerb | 2024 Programm: Aula, Tagesbetreuung, Klassenzimmer, Sporthalle |
Der Neubau des Schulhauses und der Turnhalle verfolgt einen nachhaltigen und funktionalen Ansatz, um eine moderne Lernumgebung zu schaffen. Das Schulgebäude fügt sich harmonisch in das bestehende Areal ein und übernimmt die Architektur des bestehenden Schulhauses, während die Turnhalle dezent in das angrenzende Wohngebiet integriert wird. Diese sorgfältige Planung sorgt für eine stimmige Einbettung in die Umgebung und schafft eine optimale Verbindung zwischen Schulgelände und Nachbarschaft. Der Aussenraum wird zu einem Ort der Entdeckung und des Lernens, der neben Spiel- und Erholungsflächen auch die Biodiversität fördert und den Schülerinnen und Schülern durch praktische Erfahrungen die Natur näherbringt.
Durch die Kombination von Holz, Lehm wird eine ressourcenschonende und langlebige Bauweise realisiert. Passive Gebäudesysteme wie beispielsweise der Kamineffekt unterstützen eine natürliche Belüftung und Kühlung, während passiv genutzte Sonnenerträge den Energieverbrauch weiter minimieren. Ergänzt wird das nachhaltige Konzept durch Solarmodule, die einen Grossteil des Energiebedarfs decken und den Weg zu einer klimaneutralen Schulanlage ebnen. Die Architektur fördert ein gesundes Raumklima und bietet flexible Nutzungsmöglichkeiten, die auf die Anforderungen eines modernen pädagogischen Konzepts abgestimmt sind. So entsteht eine zukunftsfähige und nachhaltige Schulanlage, die den Bedürfnissen von Schülerinnen, Schülern und Lehrkräften gleichermassen gerecht wird. |
Die Architektur der Neubauten folgt dem Prinzip des „einfachen Bauens“. Die bewusste Materialauswahl, die optimale Nutzung physikalischer Gegebenheiten wie Sonneneinstrahlung und Thermodynamik sowie der Einsatz passiver Gebäudesysteme sorgen für eine besonders nachhaltige Lernumgebung. Die Verwendung natürlicher Baumaterialien wie Holz und Lehm fördert ein gesundes Innenraumklima, das durch die offenen Poren der Materialien reguliert wird. Das nachhaltige Gebäudekonzept zielt darauf ab, ein behagliches Lernklima zu schaffen und dabei den Energieverbrauch für Heizung, Warmwasser und Strom zu minimieren. .
Der Neubau des Schulhauses schafft optimale Lernvoraussetzungen für die Schülerinnen und Schüler des Zyklus 2 der Primarstufe. Neben den erweiterten Lernumgebungen im Aussenbereich fördern auch die Innenräume, die auf drei Lernebenen angelegt sind, das soziale Miteinander und die Zusammenarbeit von Lehr- und Fachkräften. Zentral gelegene Lernoasen können flexibel genutzt werden und bieten Raum für klassenübergreifende Zusammenarbeit. Gruppen- und Halbkassenräume ergänzen die Klassenzimmer und ermöglichen flexible Belegungen und Arbeitsweisen. Eine Holzrahmenkonstruktion ermöglicht eine einfache Montage, und die Vorfertigung der Elemente beschleunigt den Bauprozess. Vorgehängte horizontale Bänder an der Fassade dienen als Brandsperre, Verschattungselement, Energieversorger sowie Spritz- und Witterungsschutz. Sie sind so dimensioniert, dass sie im Winter Sonnenwärme optimal nutzen und im Sommer vor starker Sonneneinstrahlung schützen. Markisen ergänzen den festen Sonnenschutz. |