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003 | Garderobengebäude Juchhof

Standort:
Zürich

Bauaufgabe:
Neubau Garderobengebäude

Projekt:
Offener Wettbewerb im zweistufigen Verfahren | 2022

Programm:
Garderoben, Materialräume, Mehrzweckraum
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Das Gebäude gliedert sich als Zeile hinter der schmalen Seite des nördlich liegenden Fussballfelds ein. Unter einem Dach werden zwei Gebäudevolumen zusammengefasst und durch eine grosszügige Aussentreppe verbunden. Die Garderoben und die zusätzlichen Räume werden über einen Laubengang im Osten erschlossen, welcher gleichzeitig als Ballfang fungiert.

​​Durch die einfache Bauweise mit Stroh kann auf einen komplexen Wandaufbau verzichtet werden. Die repetitive Konstruktion, ein hohes Vorfertigungsmass der Holzelemente und die klare Bauteiltrennung erlauben eine effiziente und rasche Errichtung des Gebäudes. Pro Stunde können 7-8 Ballen platziert werden, innerhalb von wenigen Tagen kann so die Erstellung des Rohbaus bewerkstelligt werden. Der Logik des Strohbaus folgend, besteht das Gebäude aus einer dampfoffene Konstruktionsweise. Das Material kann im Laufe des Jahres Feuchtigkeit aufnehmen und diese phasenverschoben wieder abgeben. ​

Die Gebäudegrösse basiert auf den Dimensionen des Strohballens. So wird der Zuschnitt minimiert und gleichzeitig der Bauprozess optimiert. Die Tiefe der Wand erlaubt die Ausbildung von Sitznischen, welche vor den Garderoben Zuschauer - oder Warteflächen generieren.
​Die statische Grenzbelastung von Strohballen liegt bei 15 t/m2, das E-Modul bei etwa 0.6 N/mm2. Das bedeutet, das eine 3 m hohe Strohwand mit 90 cm Breite mehr als 6 Tonnen pro m2 aufnehmen kann. 
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Die Wände des Garderobengebäudes bestehen aus lastabtragenden Strohballen. Die Ballen werden dabei wie Ziegel im Versatz (ohne Mörtel) aufeinander gestapelt. Ringanker aus Holz dienen als Auflager für die Decke und verteilen die Last gleichmässig auf die Wand. Die Innenwände werden als tragende Schotten ausgebildet und übernehmen mit der Strohwand den Lastabtrag. Zur statischen Aussteifung werden die Strohballenwände durch vertikale Stahlseile vorgespannt. 

Im Sinne des "Einfachen Bauens" wird ein Konzept angestrebt, welches in erster Linie den effektiven Bedarf minimiert und auf einfachen, aber effizienten und gut aufeinander abgestimmten Systemen beruht. Das kompakte Gebäudevolumen erreicht durch die 90cm dicke Strohbauweise einen ausgezeichneten Dämmwert; der durch den Laubengang ausgebildeten Sonnenschutz minimiert den Energieverbrauch zusätzlich.
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Situation
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Baustoff Strohballen
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Haus Simonton, Nebraska 1903
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Axonometrie Konstruktion
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Grundriss Erdgeschoss
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Grundriss Obergeschoss
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Querschnitt
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Ansicht West
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Ansicht Ost
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Bauablauf Etappe 1
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Bauablauf Etappe 2
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Bauablauf Etappe 3
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Bauablauf Etappe 4
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Bauablauf Etappe 5
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Bauablauf Etappe 6
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Bauablauf Etappe 7
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Bauablauf Etappe 8
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Bauablauf Etappe 9
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Schema Haustechnik
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