006 | ersatzneubau MFH Bruggen
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Standort:
Fürstenlandstrasse, St. Gallen Bauaufgabe: Ersatzneubau Mehrfamilienhaus Projekt: Direktauftrag | 2023-2027 Programm: Wohnen Projektteam: Baumanagement: novaron Architektur Baumanagement Konzept AG Heizung- und Lüftungsplanung: Scheiwiler Haustechnik AG Sanitärplanung und Koordination: Max Schetter AG Elektroplanung: Elektro Kuster GmbH Holzbau: Sutter AG Bauingenieur: D+S Baustatik GmbH Spengler: Fritz Gresser AG Bauphysik: Soundtherm AG |
Die Bauaufgabe umfasst ein Mehrfamilienhaus in St. Gallen mit 8 Wohneinheiten. Der Entwurf ist darauf ausgerichtet, sich nahtlos in das umliegende ISOS-Gebiet einzufügen, das eine typische historische Siedlung mit kleiner Körnung, Erkern und Kreuzdächern als prägende Merkmale aufweist. Die bürgerlichen Wohnhäuser aus dem Anfang des 20. Jahrhunderts weisen quartierspezifische Merkmale auf. Diese charakteristischen Elemente sollen im Neubau aufgenommen und in eine zeitgenössische Architektursprache transferiert werden.
Das Gebiet Bruggen zeichnet sich durch ein orthogonales Bebauungsmuster mit leicht abdrehenden Bauten aus. Die Kubatur des Neubaus fügt sich harmonisch in das ursprüngliche Bebauungsmuster mit bürgerlichen Wohnhäuser ein. Der Neubau soll diese ursprüngliche Qualität thematisch aufnehmen und weitertragen. Die Wohnungen sind kompakt gestaltet und bieten 1,5 bis 2,5 Zimmer bei einer Grösse von 38 bis 45 Quadratmetern. Die kleinen Wohnungen und eine maximal effiziente Erschliessung zielen darauf ab, einen minimalen ökologischen Fussabdruck pro Bewohner zu gewährleisten und gleichzeitig die nutzbare Fläche zu maximieren. |
Der Neubau verfolgt den Grundsatz des "einfachen Bauens" konsequent. Dabei wird besonders darauf geachtet, dass die eingesetzten Bauteile in Bezug auf ihre Materialeigenschaften optimal ausgewählt und integriert werden. Ziel ist es, das Raumklima zu verbessern und gleichzeitig die Ressourcennutzung nachhaltig zu gestalten. Die verwendeten Materialien werden so gewählt, dass sie ihr natürlichen Stärken gemäss Materialeigenschaften voll entfalten können. Des Weiteren wird ein besonderes Augenmerk auf die Dimensionierung der einzelnen Bauteile gelegt. Somit werden Ressourcen geschont, indem die einzelnen Bauteile optimiert werden. Letzteres spielt bei der Material- und Produktewahl die Langlebigkeit eine zentrale Rolle.
Dieses integrative Vorgehen, das ökologische, ökonomische und funktionale Aspekte vereint, zielt darauf ab, ein Gebäude zu schaffen, das nicht nur den aktuellen Bedürfnissen gerecht wird, sondern auch zukünftig Vorteile für den Unterhalt birgt und langfristig in den Materialkreislauf rückführbar ist. |